Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Vor- und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten vor, welche zum verstecken Ihrer Email-Adresse existieren. Die Unterschiede beziehen sich dabei einerseits auf die Wahrscheinlichkeit der Erkennung der Adresse durch Email-Harvester als auch in der Unterstützung der Browser. Ein genereller Tipp, welche Methode man nehmen soll, kann man leider nicht geben, da es primär auf den Einsatzzweck ankommt. Wichtig ist dabei zu wissen, dass alle 4 Varianten keinen 100%ig Schutz bieten. Dennoch zeigt unsere Erfahrung, dass hiermit eine große Anzahl der Crawler Probleme haben die Email-Adresse im Quelltext zu ermitteln.
ASCII-Encoding:
Diese Methode nutzt die Eigenschaft der Internet-Browser automatisch, dass ASCII-Zeichen auch als ASCII-Nummer im
HTML Quelltext angegeben werden kann. Die Browser wandeln automatisch die ASCII-Nummern in die entsprechenden
Zeichen um, sodass der normale Benutzer die Email-Adresse und den Linktext im Klartext sieht. Die Email-Harvester
wiederum haben oft keine entsprechende Erkennungsroutine, sodass in den Datenbanken der Spammer nur ein Zahlencode
zu finden ist. Es ist allerdings auch nur eine Frage der Zeit, bis die Hersteller dieser Crawler-Programme entsprechend
aufrüsten. Aktuell ist es allerdings noch für die Spammer viel zu einfach an eine große Menge
von Adressen zu kommen ohne die Erkennungsfunktion für diese Link-Methode. Der große Vorteil dieser
Links ist, dass diese Lösung praktisch in allen bekannten Browsern funktioniert. Dazu zählen auch
Textborwser wie Lynx und Browser-Lösungen für Leute mit einer Sehschwäche.
HEX-Encoding:
Die Hex-Kodierung ist relativ ähnlich zu der ASCII-Variante. Der Unterschied ist, dass hier die Zeichen nicht
in einer normalen Dezimal-Zahl angegeben werden im Link, sondern zusätzlich in das Hex-Format umgewandelt
werden. Hintergrund ist, dass man hiermit die Crawler noch etwas stärker verwirren kann als mit der reinen
ASCII-Variante. Ansonsten sind die Vor- und Nachteile weitgehend identisch. Die Browser-Kompatibilität ist
dabei ebenfalls gegeben.
Javascript-Encoding:
Diese Methode kombiniert die Skriptsprache Javascript mit dem Hex-Encoding. Der große Unterschied ist hier,
dass die Email-Adresse nicht mehr als normaler Link-Tag im Quelltext der Seite zu finden ist, sondern über
ein kleines Javascript ausgegeben wird, welches der Browser ausführt. Die Emailadresse selber ist dabei
Hex-kodiert im Quelltext des Javascript zu finden. Der Vorteil gegenüber den ersten Lösungen ist, dass
hier die normale Erkennungsroutine der Crawler komplett fehlschlägt, da hier kein
<a href="mailto:...">...</a> Link im Quelltext der Seite mehr zu finden ist. Um diese
Linkform erkennen zu können, müsste der Crawler in der Lage sein eventuelle Javascripts zu
interpretieren, was technisch sehr aufwendig wäre. Für Spammer ist es in diesem Fall effektiver
einfach zur nächsten Internetseite zu wechseln. Allerdings hat diese Lösung auch einen Nachteil, welchen
man nicht verachten sollte. Diese Lösung funktioniert nur bei Internetbrowsern welche einerseits
Javascript-Unterstützung bieten und bei denen diese Unterstützung vom Benutzer auch aktiviert ist. Bei
den meisten heutigen Browsern ist dies der Fall. Die einzigen Ausnahmen sind Textbrowser wie Lynx und einige
Lösungen für Personen mit einer Sehschwäche.
Email-Grafik:
Die einfachste Methode ein Text vor einem normalen Crawler zu verstecken ist diesen in eine Grafik zu stecken.
Die einzige Chance für ein Crawler an den Text zu kommen wäre diesen über eine OCR-Software zu
ermitteln. Hier trifft wieder der Aspekt zu, dass hierfür einfach zu viel CPU-Zeit verbraucht werden
würde, während auf einer anderen Internetseite mit Sicherheit wieder massenhaft Adressen zu finden
sind. Die Lösung funktioniert praktisch bei jedem Internetbrowser, welcher in der Lage ist Bilder
darzustellen. Dies muss auch beachtet werden im Zusammenhang mit behindertengerechten Seiten, denn hier sollte
man von dieser Lösung Abstand halten. Ein weiterer Nachteil ist, dass man um eine optimale Wirkung zu
erzielen die Grafik nicht mittels eines mailto:-Links anklick bar machen darf und damit der Besucher gezwungen
ist die Email-Adresse abzutippen.